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Songs
  • Wir leben in der DDR
  • Butterkeksblues
  • Jeden Tag eine neue Frisur
  • Russen und Amis
  • Ich will nicht zur Volksarmee
  • Sparschwein
  • Warum geht es mir so dreckig
  • Deutsche Kinder
  • kleine Piraten
Gut zu wissen
Bevor "Die Deutschen Kinder“ eine Punk-Band wurden, trafen sich Henry, Losan, und Beize bei Krümel auf dem Bauernhof und hörten so oft es ging Punkmusik. Das war 1979 und die Begeisterung für die geilste Musik der Welt, brachte auch weitere Bekanntschaften mit sich. So kamen im Jahr darauf Bruno, Fite und NoBert auch immer öfter zu Krümel, der mittlerweile seine Mutter überreden konnte einen Raum auf dem Hof für die „Kinder“ abzutreten. Damals reifte die Idee ein Punk-Band zu gründen aber es gab noch viele Hürden zu überwinden. Das größte Problem war richtige Instrumente zu bekommen ( für wenig Geld) und eine Räumlichkeit in der man Platz hatte um vor Allem laut schreien zu können.

Ende 1981 ergab es sich das die Bullen (richtige Bullen) aus ihrem Stall (eigentlich eine Garage) mussten und somit Platz für die „Kinder“ da war, um richtig Punk-Musik zu machen. Als die ersten Songs entstanden, (Wir leben in der DDR, Warum geht es mir so dreckig) kristallisierte sich langsam die Urbesetzung einer Band heraus. Damals versuchten sich Krümel (Drums), NoBert (Voc), Hanry (Git), Bruno (Bass) im „Punk-Rock“ und das auch schon richtig mit Publikum im Proberaum (die Garage).

Ab und zu kamen auch die anderen Bullen vorbei aber „Die Kaputten“ (der erste Bandname) waren nicht zu verhindern. Ende 1982 kam Schi (Git) in die musikalische Runde und die Besetzung veränderte sich etwas, Bruno gab den Bass an NoBert ab und versuchte sich später am Keyboard, Schi übernahm von Henry die Git. Die Urbesetzung der „Deutschen Kinder“ (damals noch „die Kaputten“) stand fest.

Bis Mitte 1983 entstanden weitere Songs und als man erste Angebote bekam auf fremden Partys live zu spielen festigte sich die Band und im Juli 1983 gründeten Krümel (Drums, Voc), Schi (Git., Voc) und NoBert (Bass, Voc) die Punk-Band „Deutsche Kinder“.

Im laufe der Zeit gab es viele Proben mit Publikum und natürlich viele Partys mit live „Punk-Rock“. Der Bekanntenkreis der Band wurde größer, auch durch Bekanntschaften mit Punks aus Jena, Hermsdorf, Stadtroda, Bürgel, Weimar und Erfurt. Da immer mehr Punks nach Saasa (Ortsteil von Eisenberg Thür.) kamen wuchs der Platzbedarf und die „Kinder“ beschlossen einen alten Schaafstall zum neun Probe/Partyraum umzubauen. Auch die Band veränderte sich weiter und Ende 1985 kam „Klaue“ (aus Hermsdorf) als Sänger in die Band.

Der neue Proberaum (Villa Florian) wuchs und auch die Band produzierte weiter Songs wie (Arbeit, alles Scheiße, Demokratie und weitere). Nebenbei zog es immer mehr Leute nach Saasa. Gab es eine Party bei den „Kindern" kamen schon mal bis zu 100 Punks, Blueser, Rocker, Gothics, Normalos usw nach Saasa.

Die Band entwickelte sich weiter, Bruno kam als Keyboarder in die Band zurück und es stieß Alex (Sänger von "Die Ratten" aus Eisenberg) zu den „Deutschen Kindern“. Alex löste mehr und mehr Klaue als Sänger ab der Mitte 1986 in der JG Jena sein letztes Konzert mit der Band gab. Alex übernahm schon dort teilweise die Vocals. Damals in der JG Jena mit dabei „Schleim Keim“ und die „Sperma Combo“.

In den Folgejahren bauten die „Kinder" ihren Proberaum weiter aus und es gab immer größere Partys mit Live „Punk-Rock“. So kamen mittlerweile Punks und Bands aus der ganzen DDR nach Saasa. Auch neue Bands aus der Umgebung hatten bei den „Kindern“ die Möglichkeit mal live vor einem größeren Publikum zu spielen.
Die Band schrieb weitere Songs (wie Mandela, Trinker, Zoni, Havy Anarchie usw) und es folgten Auftritte in Jena (mit Schleim Keim und Antitrott), Dresden (bei „Jauche“) Berlin, Brandenburg (mit Antitrott), Leipzig (mit L’Attentat).

Später tauschte Alex das Micro gegen eine Gitarre und Tom (Barzel) kam als neuer Sänger. Im April 1988 musste Krümel (Drums) trotz Ausreiseantrag zur NVA, so wurde Beize (Drums) ein Mitglied der Band. Bruno verließ Anfang 1989 über einen Ausreiseantrag die DDR, dennoch entstanden weitere Songs wie (Urlaub, miese Flasche, Und Du bist frei, Ich liebe dich, usw.) und am 18.09.1989 schafften "Die Deutschen Kinder" die Einstufung - Tom (Voc.) Schi (Git.) Alex (Git.) NoBert (Bass) Beize (Drums) - im Eisenberger Jugendclub, der mit Punks aus der gesamten DDR völlig überfüllt war. Am 10.10.1989 kam Krümel von der NVA zurück und es gab eine der größten Partys in Saasa. Er verließ später mittels Ausreiseantrag die DDR und auch NoBert ging am 04.11.1989 in den Westen.

Ab den 09.11.1989 zerfiel die DDR und die „Kinder“ die nicht in den Westen gingen, kamen bei anderen Bands unter. So gingen Schi und Beize zu den „Ugly Hurons“ (Hermsdorf). Eine ausgesprochene „Auflösung“ der „Deutschen Kinder“ gab es nie, es gab aber auch in den Folgejahren keine Möglichkeit wieder zusammen Musik zu machen. Jeder versuchte sein Glück in der neu gewonnen Freiheit, trotzdem hatte die „Kinder“ weiterhin Kontakt. Im Sommer 1992 gab es wieder eine große Party in Saasa und es kamen unzählige Punks, diesmal aus ganz Deutschland.

Später ging NoBert weiter in den Westen (Köln), Bruno sogar bis Neuseeland, Alex bis Stuttgart. Krümel und Tom, die einige Jahre in Berlin und Dortmund lebten gingen nach Saasa zurück und auch Bruno lebt jetzt wieder in Eisenberg.

2006 trafen sich Krümel, Alex, Beize, Bruno, NoBert und Tom, und die „Kinder“ hatten richtig Spaß zusammen. Sie beschlossen die alten Songs mal mit neuer Technik aufzunehmen, was dann auch 2007 in Saasa geschah. (Diese Aufnahmen sind in den DK Videos zu hören).

Seit 2010 treffen sich die „Deutschen Kinder“ in der Besetzung: Krümel (Drums), NoBert (Git.) Alex (Voc), Beize (Bass), Bruno (Keyboard), wieder regelmäßiger, und spielen die Alten Songs und haben Spaß wie kleine Kinder.

Als 2011 Tom (ehm. Voc) unerwartet verstarb schrieb NoBert einen neuen Song „Deutsche Kinder“.
Links
Kontakt
E-Mail: NoBert(ät)deutsche-kinder.de
Sonstiges
Auszug aus dem Buch "Wir wollen immer artig sein..." Punk, New Wave, Hip Hop, Independent-Szene in der DDR 1980-1990 (Herausgegeben von R. Galenza und H. Havemeister)

Eisenberg Thür. brachte 1983 mit Norbert, Schi und Krümel die Punkband "Deutsche Kinder" hervor. Neben vielen unregelmäßigen Sessionparties im Probenraum hatte die Band auch einige öffentliche Auftritte in Städten wie Berlin, Brandenburg, Dresden und Jena vorzuweisen. Als der Drummer Krümel 1988 trotz Ausreiseantrag zur Armee eingezogen wurde, kamen gleich zwei neue Leute zum Einsatz. Bis Sommer 1989 ging es im Undergrund weiter; erst im September gelang den Deutschen Kindern der immer noch schwierige Sprung vor eine Einstufungskommission, der sie in den späten Besitz der "Pappe" brachte. Kurz darauf ging allerdings Basser Norbert in den Westteil des Landes. Die Auflösung der "Deutschen Kinder" war nicht mehr aufzuhalten.